Die Zecke, -der blutsaugende Plagegeist
Zecken sind viele Millionen Jahre alt. Sie gehören mit ihren 8 Beinen zu den Spinnentieren und ernähren sich vom Blut warmblütiger Tiere wie Vögel, Füchse, Igel, Mäuse, Katzen und Hunde – und natürlich auch von Menschenblut. Ihre natürlichen Feinde sind Vögel, die gerne Zecken fressen, kleine Wespen, Fadenwürmer und einige Pilzarten.
Zecken entwickeln sich vom Ei zur Larve über die Nymphe bis zum ausgewachsenenTier. Die Männchen des Gemeinen Holzbocks sterben nach der Paarung, die Weibchen nach der Eiablage. Für jedes Entwicklungsstadium brauchen sie eine Blutmahlzeit. Die Entwicklung bis zur erwachsenen Zecke kann 2-3 Jahren dauern.

 

Wann ist Zeckensaison?

Zecken bei Hunden: Kalender

 

In der Schweiz, Deutschland und Österreich sind Zecken in der Regel von März bis Oktober aktiv, aber auch in milden Wintern liegen sie bereits hungrig auf der Lauer.

 

 

 

 

Bei welchem Wetter sterben Zecken?
Zecken sind unglaublich widerstandsfähig. Selbst eine Wäsche in der Waschmaschine bei 40 Grad macht ihnen nichts aus und einen Härtetest in der Gefriertruhe bei minus 12 Grad überleben sie putzmunter. Erst bei minus 20 Grad und ab 60 Grad Wärme sterben Zecken.

 

Von welchem Klima ist es abhängig, ob es viele oder wenige Zecken gibt?
Zecken lassen sich von Kälte nicht abschrecken, vielmehr macht ihnen Trockenheit zu schaffen.
Wenn der Frühling sehr trocken ist, dann sterben viele Tiere und es gibt weniger Zecken.

 

Beisst eine Zecke oder sticht sie?

Zeckenbiss beim Hund

Eine Zecke beisst nicht. Mit ihrem Mundwerkzeug, das eine Art kleiner Bohrer ist, sticht sie ein kleines Loch in die Haut.
In ihrem Speichel ist ein Betäubungsmittel und ein Stoff, der die Blutgerinnung unterbindet. Die Haut wird vor dem Einstich zuerst betäubt, daher merkt der Hund nicht, wenn ihn eine Zecke sticht. Dieses Einstichloch läuft nun voll Blut und da es nicht gerinnt, fliesst immer wieder beim Saugen Blut nach und die Zecke kann sich bequem über Stunden satt trinken.
Zecken sind clevere Lebenskünstler, -so klein und abstossend sie auch sein mögen.

 

 

 

Wie gefährlich sind Zecken?
Zecken an sich sind nicht gefährlich, es sind die Krankheitserreger, die sie manchmal in sich tragen und die die für Hunde gefährlich werden können. Hat der Hund jedoch ein gutes Abwehrsystem, wird er mit den Erregern leicht fertig und die Krankheit bricht erst gar nicht aus.
Nicht jede Zecke trägt Viren oder Bakterien mit sich, manche sind auch frei von sämtlichen Erregern. Dennoch sollte man einen Zeckenstich ernst nehmen und die Einstichstelle sowie das allgemeine Wohlbefinden unseres Schützlings beobachten.

 

Welche Zeckenarten gibt es?

Es gibt weltweit ca 900 Zeckenarten, die bekanntesten und gefährlichsten Zecken für den Hund sind:

Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus)
  

Holzbock beim Hund

 

Diese Art ist bei uns die am weitesten verbreitete Zeckenart.
Der Holzbock kann Überträger von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
und
Lyme Borreliose sein.

 

 

 

 


Auwaldzecke, Buntzecke (Dermacentor reticulatus)

Die Auwaldzecke bei Hunden

 

 

Die Auwaldzecke kann Babesiose, auch bekannt als Hundemalaria,  übertragen.

  

 

 

 


Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus)

  

Braune Hundezecke

 

 

Diese Zeckenart kommt überwiegend in südlichen Ländern vor.
Sie überträgt vor allem Babesien (Hundemalaria) und Ehrlichien.

 

 

 

 

 

 


Fallen Zecken von den Bäumen?

Nein, das ist ein Irrtum. Erwachsene Zecken klettern bis auf eine Höhe von ca 1,5 m,
Nymphen also junge Zecken bis 50 cm und Babyzecken bis 25 cm.
Zecken leben gern in Gräsern und kleinen Büschen.
Der Holzbock bevorzugt dabei Laubwälder mit üppigem Unterholz, Waldränder und Waldwege.

 

 

Sie wedelt mit den Beinen und wartet auf die Beute
Zecken haben keine Nase! Dafür haben sie ein seltsames Organ mit vielen Tasthaaren an den Vorderbeinen.
Das „Haller‘sche Organ“.
Die  Zecke wedelt mit ihren Beinen in der Luft und ermittelt so genau die Körperdüfte,
der herannahenden Beute.  Verspricht der Duft eine schmackhafte Blutmahlzeit, wagt sie sich aus ihrem Versteck
und springt auf ihr Opfer.

 

Warum werden manche Hunde sehr viel gestochen und andere nicht?
Ob eine Zecke Appetit bekommt oder nicht, hängt davon ab, ob ihr der Duft der Beute zusagt.
Der Körperduft des Hundes wird von der Blutausstrahlung bestimmt, also der Zusammensetzung des Blutes.
Um Zecken zu verscheuchen muss der Körper-Duft so beschaffen sein, das er den Zecken signalisiert – das Blut der Beute schmeckt nicht!
Die Blutausstrahlung kann man sehr leicht über die Ernährung und Kräutergaben verändern.

 

Wie lange dauert es, bis eine Zecke sticht?

Zecken bei Hunden


Die Zecke wandert oft stundenlang, auf dem Hund herum, um sich eine weiche Stelle, z. B an den Ohren, am Kopf, Bauch, unter den Achseln und entlang der Flanken zu suchen. Dieses Verhalten ist eine grosse Chance, die Tiere abzusammeln, bevor sie zustechen.

 

 

 

 

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